Normal view MARC view ISBD view

Vierter Gesundheitsbericht des Kantons Bern : [publication] : die Gesundheitschancen sind ungleich verteilt /

by Bachmann, Nicole [edt]; Neuhaus, Manfred; Bern (Kanton). Gesundheits- und Fürsorgedirektion.
Material type: materialTypeLabelBookPublisher: Bern : Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, 2010Description: X, 106 S., Tabl. : Ill. ; 30 cm.SAPHIR theme(s): Santé publiqueMeSH subject(s): Health Surveys | Health Status | Health Behavior | Mental Health | Mortality | Substance-Related Disorders | Adolescent | Child | Food Habits | Overweight | Emigration and Immigration | Substance-Related Disorders -- epidemiology | SwitzerlandCORAS subject(s): SANTE | ENFANT | ADOLESCENCE | AGE ADULTE | PERSONNE AGEE | EGALITE SOCIALE | STATUT SOCIAL | PREVENTION SOCIALE | CANTON | Berne | SUISSEAddiction suisse subject(s): Gesundheit | Erhebung | Jugendlicher | Kind | Alkohol | Cannabis | Psychopathologie | Soziale Schichtung | Uebergewicht | Sport | Migration | Statistik | SchweizPUBLICATION TYPE SAPHIR: ReportOther subject(s): BernOnline resources: Date de consultation : 10.03.2010 Summary: Der vierte Berner Gesundheitsbericht 2010 belegt, dass die Gesundheitschancen im Kanton Bern nach sozialer Lage ungleich verteilt sind. Dreissigjährige Männer mit ausschliesslich obligatorischer Schulbildung haben eine um 5,5 Jahre kürzere Lebenserwartung als gleichaltrige Männer mit einer Tertiärausbildung. Frauen und Männer von 25 bis 64 Jahren, die im Jahr 2000 arbeitslos waren, hatten in den folgenden fünf Jahren ein dreimal höheres Risiko zu sterben als die Referenzgruppe der qualifiziert manuellen Berufsgruppen. Dieses signifikant erhöhte Sterberisiko für Arbeitslose gilt sowohl für Krebserkrankungen wie auch für Herz-Kreislauferkrankungen. Mehr als 50 Prozent der 25- bis 64-jährigen Männer im Kanton Bern sind übergewichtig oder adipös. Das Risiko zu Übergewicht ist bei erwachsenen Personen mit ausschliesslich obligatorischer Schulbildung dreimal höher als bei Personen mit Tertiärabschluss. Personen mit geringer Schulbildung leiden häufiger unter starker psychischer Belastung und haben ein grösseres Risiko, sich wegen einer psychischen Erkrankung stationär behandeln lassen zu müssen. Sozial ungleich verteilte Chancen in der Gesundheit zeigen sich bereits vor der Geburt und ziehen sich durch die ganze Lebensspanne bis zum Tod. Gesundheit und Krankheit entstehen in den alltäglichen Lebenswelten der Bevölkerung: in der Familie, in der Schule, im Wohnumfeld und am Arbeitsplatz. Gesundheit ist nicht nur für sich alleine ein wertvolles Gut sondern gleichzeitig auch eine wichtige Voraussetzung für viele gesellschaftliche Funktionen und Leistungen wie Lernfähigkeit, Arbeitsfähigkeit oder soziale Integration. Ein immer stärkeres Auseinanderklaffen von Arm und Reich in unserer Gesellschaft schadet nachweislich der Gesundheit der gesamten Bevölkerung. Um die Gesundheit und damit letztendlich auch die Produktivität der Gesellschaft zu erhalten und zu fördern, ist es deshalb sinnvoll, eine gesamtstaatliche Politik zu entwickeln, welche die ungleiche Verteilung der Gesundheitschancen verringert.
Item type Current location Call number Status Date due
Addiction Suisse; Bibliothèque
Bibliothèque
GL-1066 (Browse shelf) Available
DSAS-VD, Département de la santé et de l'action sociale du canton de Vaud; Centre de documentation
Bibliothèque
B 8733 - clas: 7.3 CH/Be (Browse shelf) Available
DSAS-VD, Département de la santé et de l'action sociale du canton de Vaud; Centre de documentation
SG
B 8733+1 - clas: 7.3 CH/Be (Browse shelf) Available

Der vierte Berner Gesundheitsbericht 2010 belegt, dass die Gesundheitschancen im Kanton Bern nach sozialer Lage ungleich verteilt sind. Dreissigjährige Männer mit ausschliesslich obligatorischer Schulbildung haben eine um 5,5 Jahre kürzere Lebenserwartung als gleichaltrige Männer mit einer Tertiärausbildung. Frauen und Männer von 25 bis 64 Jahren, die im Jahr 2000 arbeitslos waren, hatten in den folgenden fünf Jahren ein dreimal höheres Risiko zu sterben als die Referenzgruppe der qualifiziert manuellen Berufsgruppen. Dieses signifikant erhöhte Sterberisiko für Arbeitslose gilt sowohl für Krebserkrankungen wie auch für Herz-Kreislauferkrankungen. Mehr als 50 Prozent der 25- bis 64-jährigen Männer im Kanton Bern sind übergewichtig oder adipös. Das Risiko zu Übergewicht ist bei erwachsenen Personen mit ausschliesslich obligatorischer Schulbildung dreimal höher als bei Personen mit Tertiärabschluss. Personen mit geringer Schulbildung leiden häufiger unter starker psychischer Belastung und haben ein grösseres Risiko, sich wegen einer psychischen Erkrankung stationär behandeln lassen zu müssen. Sozial ungleich verteilte Chancen in der Gesundheit zeigen sich bereits vor der Geburt und ziehen sich durch die ganze Lebensspanne bis zum Tod. Gesundheit und Krankheit entstehen in den alltäglichen Lebenswelten der Bevölkerung: in der Familie, in der Schule, im Wohnumfeld und am Arbeitsplatz. Gesundheit ist nicht nur für sich alleine ein wertvolles Gut sondern gleichzeitig auch eine wichtige Voraussetzung für viele gesellschaftliche Funktionen und Leistungen wie Lernfähigkeit, Arbeitsfähigkeit oder soziale Integration. Ein immer stärkeres Auseinanderklaffen von Arm und Reich in unserer Gesellschaft schadet nachweislich der Gesundheit der gesamten Bevölkerung. Um die Gesundheit und damit letztendlich auch die Produktivität der Gesellschaft zu erhalten und zu fördern, ist es deshalb sinnvoll, eine gesamtstaatliche Politik zu entwickeln, welche die ungleiche Verteilung der Gesundheitschancen verringert.