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Vom Río de la Plata bis zum Genfersee : [publication] : Regulierung des Cannabismarktes - neue Entwicklungen /

by Zobel, Frank; Marthaler, Marc.
Material type: materialTypeLabelBookPublisher: Lausanne : Sucht Schweiz, 2014Edition: 2. aktualisierte Aufl. des Berichts "Von den Rocky Mountains bis zu den Alpen".Description: 34 S.ISBN: 9782881831638.SAPHIR theme(s): AddictionsMeSH subject(s): Cannabis | Marijuana Smoking | Commerce | Public Policy | Marijuana Smoking -- legislation & jurisprudence | United States | Uruguay | Netherlands | Spain | Belgium | Switzerland | EuropeAddiction suisse subject(s): Cannabis | Handel | Liberalisierung | Regionaler Vergleich | USA | SchweizPUBLICATION TYPE SAPHIR: ReportOther subject(s): GenèveOnline resources: Cliquez ici Summary: Im Verlauf der letzten Jahre haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von vier Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika sowie das Parlament des unabhängigen Staats Uruguay für die Legalisierung des Cannabiskonsums und die Regulierung des Cannabismarktes ausgesprochen. Schon zuvor haben sich in verschiedenen Regionen Spaniens und Belgiens Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden entwickelt, während das holländische Modell, welches den Verkauf und den Besitz kleiner Mengen von Hanfprodukten toleriert, Reformen unterzogen wurde. Und in jüngster Zeit haben auch immer mehr Schweizer Städte und Kantone Interesse für neue Formen der Regulierung des Cannabismarktes bekundet. Die verschiedenen eingeführten oder geplanten Modelle zur Regulierung des Cannabismarktes zeigen einerseits unterschiedliche Herangehensweisen, andererseits aber auch Gemeinsamkeiten. Das aktuelle Spektrum der Regulierungsmodelle reicht von verhältnismässig offenen, marktwirtschaftlichen Märkten in Colorado und im Bundesstaat Washington, einem streng durch den Staat verwalteten und geregelten Markt in Uruguay (Registrierung aller Akteure, auch der Konsumierenden, Verkauf in Apotheken, monatliche Bezugsgrenzen), der Tolerierung des Verkaufs von kleinen Mengen in den Niederlanden, wobei die Produktion nach wie vor verboten ist, bis zur Gründung von nicht gewinnorientierten Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden innerhalb rechtlicher Grauzonen. Solche Vereinigungen, die den Zugang zu Cannabis ausschliesslich Vereinsmitgliedern vorbehalten, existieren vor allem in Spanien, aber auch in Belgien und als Projekte in Uruguay sowie in anderen Ländern, darunter der Schweiz. Die Modelle zur Regulierung des Cannabiskonsums unterscheiden sich hauptsächlich darin, in welchem Ausmass sie wirtschaftlichen Handel zulassen. Ihnen gemeinsam sind hingegen Bestimmungen, die auch auf Medikamente (Registrierung, Sicherheitsmassnahmen, Werbeverbot, Begrenzung der Bezugsmengen), Tabakprodukte (hohe steuerliche Abgaben) und alkoholische Getränke (Zugangsalter) angewendet werden. Daraus lässt sich ableiten, dass die existierenden oder geplanten Regulierungsmassnahmen für die Produktion und den Verkauf von Cannabis bedeutend restriktiver sind als die bestehenden Bestimmungen zu Alkohol. Dies wiederspiegelt das Bild, das man sich von einer Regulierung einer „neuen“ psychoaktiven Substanz zu Beginn des XXI. Jahrhunderts macht. Im Zuge der Umsetzung verschiedener Regulierungsmodelle können nicht nur die Massnahmen verglichen, sondern zum ersten Mal in der Praxis auf ihre Vor- und Nachteile hin geprüft werden. Dieser Bericht untersucht die ersten Erkenntnisse. Allerdings verpflichtet uns die erst gerade anlaufende Praxis zu entsprechender Zurückhaltung bei der Interpretation und Bewertung der Beobachtungen. [S. 4 des Berichts]
Item type Current location Call number Status Date due
Addiction Suisse; Bibliothèque
Bibliothèque
GLE-191 (Browse shelf) Available

Im Verlauf der letzten Jahre haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von vier Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika sowie das Parlament des unabhängigen Staats Uruguay für die Legalisierung des Cannabiskonsums und die Regulierung des Cannabismarktes ausgesprochen. Schon zuvor haben sich in verschiedenen Regionen Spaniens und Belgiens Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden entwickelt, während das holländische Modell, welches den Verkauf und den Besitz kleiner Mengen von Hanfprodukten toleriert, Reformen unterzogen wurde. Und in jüngster Zeit haben auch immer mehr Schweizer Städte und Kantone Interesse für neue Formen der Regulierung des Cannabismarktes bekundet. Die verschiedenen eingeführten oder geplanten Modelle zur Regulierung des Cannabismarktes zeigen einerseits unterschiedliche Herangehensweisen, andererseits aber auch Gemeinsamkeiten. Das aktuelle Spektrum der Regulierungsmodelle reicht von verhältnismässig offenen, marktwirtschaftlichen Märkten in Colorado und im Bundesstaat Washington, einem streng durch den Staat verwalteten und geregelten Markt in Uruguay (Registrierung aller Akteure, auch der Konsumierenden, Verkauf in Apotheken, monatliche Bezugsgrenzen), der Tolerierung des Verkaufs von kleinen Mengen in den Niederlanden, wobei die Produktion nach wie vor verboten ist, bis zur Gründung von nicht gewinnorientierten Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden innerhalb rechtlicher Grauzonen. Solche Vereinigungen, die den Zugang zu Cannabis ausschliesslich Vereinsmitgliedern vorbehalten, existieren vor allem in Spanien, aber auch in Belgien und als Projekte in Uruguay sowie in anderen Ländern, darunter der Schweiz. Die Modelle zur Regulierung des Cannabiskonsums unterscheiden sich hauptsächlich darin, in welchem Ausmass sie wirtschaftlichen Handel zulassen. Ihnen gemeinsam sind hingegen Bestimmungen, die auch auf Medikamente (Registrierung, Sicherheitsmassnahmen, Werbeverbot, Begrenzung der Bezugsmengen), Tabakprodukte (hohe steuerliche Abgaben) und alkoholische Getränke (Zugangsalter) angewendet werden. Daraus lässt sich ableiten, dass die existierenden oder geplanten Regulierungsmassnahmen für die Produktion und den Verkauf von Cannabis bedeutend restriktiver sind als die bestehenden Bestimmungen zu Alkohol. Dies wiederspiegelt das Bild, das man sich von einer Regulierung einer „neuen“ psychoaktiven Substanz zu Beginn des XXI. Jahrhunderts macht. Im Zuge der Umsetzung verschiedener Regulierungsmodelle können nicht nur die Massnahmen verglichen, sondern zum ersten Mal in der Praxis auf ihre Vor- und Nachteile hin geprüft werden. Dieser Bericht untersucht die ersten Erkenntnisse. Allerdings verpflichtet uns die erst gerade anlaufende Praxis zu entsprechender Zurückhaltung bei der Interpretation und Bewertung der Beobachtungen. [S. 4 des Berichts]