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Von den Rocky Mountains bis zu den Alpen : [publication] : Regulierung des Cannabismarktes - neue Entwicklungen /

by Zobel, Frank; Marthaler, Marc.
Material type: materialTypeLabelBookPublisher: Lausanne : Sucht Schweiz, 2014Description: 22 S.ISBN: 9782881831577.SAPHIR theme(s): AddictionsMeSH subject(s): Cannabis | Marijuana Smoking | Commerce | Public Policy | Marijuana Smoking -- legislation & jurisprudence | United States | Uruguay | Netherlands | Spain | Belgium | SwitzerlandAddiction suisse subject(s): Cannabis | Handel | Liberalisierung | Regionaler Vergleich | USA | SchweizPUBLICATION TYPE SAPHIR: ReportOther subject(s): GenèveOnline resources: Date de consultation : 23.04.2014 Summary: Im Verlauf der letzten zwei Jahre haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von zwei Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika sowie das Parlament des unabhängigen Staats Uruguay für die Legalisierung des Cannabiskonsums und die Regulierung des Cannabismarktes ausgesprochen. Schon zuvor haben sich in verschiedenen Regionen Spaniens und Belgiens Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden entwickelt, während das holländische Modell, welches den Verkauf und den Besitz kleiner Mengen von Hanfprodukten toleriert, Reformen unterzogen wurde. Und in jüngster Zeit haben auch Schweizer Städte Interesse für neue Formen der Regulierung des Cannabismarktes bekundet. Die verschiedenen eingeführten oder geplanten Modelle zur Regulierung des Cannabismarktes zeigen einerseits unterschiedliche Herangehensweisen, andererseits aber auch Gemeinsamkeiten. Das aktuelle Spektrum der Regulierungsmodelle reicht von verhältnismässig offenen Märkten in Colorado und im Bundesstaat Washington, einem strenger geregelten Markt in Uruguay (Registrierung aller Akteure, auch der Konsumierenden, Verkauf in Apotheken, monatliche Bezugsgrenzen), der Tolerierung des Verkaufs von kleinen Mengen in den Niederlanden, wobei die Produktion nach wie vor verboten ist, bis zur Gründung von Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden innerhalb rechtlicher Grauzonen. Solche Vereinigungen, die den Zugang zu Cannabis ausschliesslich Vereinsmitgliedern vorbehalten, existieren vor allem in Spanien, aber auch in Belgien und als Projekte in Uruguay, den Niederlanden und in Genf. Die Modelle zur Regulierung des Cannabiskonsums vereinigen in der Regel Bestimmungen über Medikamente (Registrierung, Sicherheitsmassnahmen, Werbeverbot, Begrenzung der Bezugsmengen), über Tabakprodukte (hohe steuerliche Abgaben) und alkoholische Getränke (Zugangsalter). Daraus lässt sich ableiten, dass die existierenden oder geplanten Regulierungsmassnahmen des Cannabismarktes bedeutend restriktiver sind als die bestehenden Bestimmungen zu Alkohol. Dies wiederspiegelt das Bild, das man sich von einer Regulierung einer „neuen“ psychoaktiven Substanz zu Beginn des XXI. Jahrhunderts macht, aber auch den begrenzten Spielraum, den internationale Abkommen ebenso wie die öffentliche Debatte eröffnen. [S. 3]
Item type Current location Call number Status Date due
Addiction Suisse; Bibliothèque
Bibliothèque
GLE-48 (Browse shelf) Available

Im Verlauf der letzten zwei Jahre haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von zwei Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika sowie das Parlament des unabhängigen Staats Uruguay für die Legalisierung des Cannabiskonsums und die Regulierung des Cannabismarktes ausgesprochen. Schon zuvor haben sich in verschiedenen Regionen Spaniens und Belgiens Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden entwickelt, während das holländische Modell, welches den Verkauf und den Besitz kleiner Mengen von Hanfprodukten toleriert, Reformen unterzogen wurde. Und in jüngster Zeit haben auch Schweizer Städte Interesse für neue Formen der Regulierung des Cannabismarktes bekundet. Die verschiedenen eingeführten oder geplanten Modelle zur Regulierung des Cannabismarktes zeigen einerseits unterschiedliche Herangehensweisen, andererseits aber auch Gemeinsamkeiten. Das aktuelle Spektrum der Regulierungsmodelle reicht von verhältnismässig offenen Märkten in Colorado und im Bundesstaat Washington, einem strenger geregelten Markt in Uruguay (Registrierung aller Akteure, auch der Konsumierenden, Verkauf in Apotheken, monatliche Bezugsgrenzen), der Tolerierung des Verkaufs von kleinen Mengen in den Niederlanden, wobei die Produktion nach wie vor verboten ist, bis zur Gründung von Vereinigungen von Cannabiskonsumierenden innerhalb rechtlicher Grauzonen. Solche Vereinigungen, die den Zugang zu Cannabis ausschliesslich Vereinsmitgliedern vorbehalten, existieren vor allem in Spanien, aber auch in Belgien und als Projekte in Uruguay, den Niederlanden und in Genf. Die Modelle zur Regulierung des Cannabiskonsums vereinigen in der Regel Bestimmungen über Medikamente (Registrierung, Sicherheitsmassnahmen, Werbeverbot, Begrenzung der Bezugsmengen), über Tabakprodukte (hohe steuerliche Abgaben) und alkoholische Getränke (Zugangsalter). Daraus lässt sich ableiten, dass die existierenden oder geplanten Regulierungsmassnahmen des Cannabismarktes bedeutend restriktiver sind als die bestehenden Bestimmungen zu Alkohol. Dies wiederspiegelt das Bild, das man sich von einer Regulierung einer „neuen“ psychoaktiven Substanz zu Beginn des XXI. Jahrhunderts macht, aber auch den begrenzten Spielraum, den internationale Abkommen ebenso wie die öffentliche Debatte eröffnen. [S. 3]