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Welche Faktoren hängen mit der Durchführung der Grippeimpfung zusammen? : [publication] : Analysen der zweiten Schweizerischen Gesundheitsbefragung 1997 /

by Huwiler, Karin.
Material type: materialTypeLabelBookPublisher: 2006Description: 60 Bl. ; 30 cm + + 1 Anhang.SAPHIR theme(s): Maladies - PathologiesMeSH subject(s): Influenza, Human | Vaccination | Health Status | Health Knowledge, Attitudes, Practice | Immunization Programs | Cost-Benefit Analysis | Influenza, Human -- prevention & control | Vaccination -- utilization | Immunization Programs -- utilization | SwitzerlandPUBLICATION TYPE SAPHIR: DissertationSummary: Hintergrund: Die Grippe, eine seit Jahrhunderten bekannte Krankheit, ist auch heute von grosser Bedeutung. Jedes Jahr finden in der Schweiz zwischen 100'000 und 300'000 Arztkonsultationen wegen Grippesymptomen statt, rund 1'000 bis 5'000 Personen werden wegen einer Grippe hospitalisiert, und 400 bis 1'000 Personen sterben an den Folgen der Grippe. Mit der Grippeimpfung kann das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, gesenkt werden. In verschiedenen Studien konnte bei geimpften Personen auch eine Reduktion der Hospitalisationsrate und der Sterblichkeit nachgewiesen werden. In Anlehnung an internationale Empfehlungen empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit Personen mit einer Grunderkrankung wie beispielsweise einer Herzerkrankung sowie Personen ab 65 Jahren, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Verschiedene Studien deuten auf eine tiefe Durchimpfung der älteren Personen in der Schweiz hin. Mit der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 1997 bot sich die Möglichkeit, die Durchimpfung und mögliche Einflussfaktoren in einer grossen, gesamtschweizerischen Stichprobe zu untersuchen. Sie ist die Datenquelle der folgenden Analysen. Methoden: In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 1997 wurden 13'000 Personen über 15 Jahren befragt, welche in Privathaushalten wohnten und mindestens eine Landessprache sprachen. In der vorliegenden Arbeit wurde der Zusammenhang zwischen der Durchführung der Grippeimpfung einerseits und verschiedenen soziodemographischen Faktoren, dem selbstberichteten Gesundheitszustand und dem Wissen zur Grippeimpfung und zur Grippe andererseits in der Gruppe der mindestens 65-jährigen Befragten untersucht. Es wurden univariable sowie multivariable logistische Regressionen durchgeführt. Ergebnisse: 35% der mindestens 65-jährigen Befragten gaben an, im Jahr vor der Befragung gegen Grippe geimpft worden zu sein, 47% gaben an, schon einmal gegen die Grippe geimpft worden zu sein. In den multivariablen Modellen zeigte sich eine höhere Durchimpfung bei den 75-jährigen und älteren im Vergleich zu den 65- bis 74- jährigen, bei Befragten aus der französischen Schweiz im Vergleich zum deutschsprachigen Teil, bei Personen mit vergleichsweise besserem Wissen im Vergleich zu Personen mit weniger Wissen zur Grippe und Grippeimpfung sowie bei Personen mit einem vergleichsweise schlechten Gesundheitszustand im Vergleich zu Personen mit besserem Gesundheitszustand. Schlussfolgerungen: Die Analysen der Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 1997 bestätigen die in anderen Studien festgestellte (zum Zeitpunkt der Befragung) tiefe Durchimpfung der älteren Bevölkerung gegen die Grippe. Die höhere Durchimpfung in der französischen Schweiz sowie bei Personen mit vergleichsweise hohem Wissen lassen hoffen, dass die Durchimpfung mit Hilfe von Informationskampagnen gesteigert werden kann. [Quelle: http://www.public-health-edu.ch/new/Abstracts/HMK_13.09.06.pdf?PHPSESSID=461d3df2307d2b84cd36d89f50269535 ]
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Hintergrund: Die Grippe, eine seit Jahrhunderten bekannte Krankheit, ist auch heute von grosser Bedeutung. Jedes Jahr finden in der Schweiz zwischen 100'000 und 300'000 Arztkonsultationen wegen Grippesymptomen statt, rund 1'000 bis 5'000 Personen werden wegen einer Grippe hospitalisiert, und 400 bis 1'000 Personen sterben an den Folgen der Grippe. Mit der Grippeimpfung kann das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, gesenkt werden. In verschiedenen Studien konnte bei geimpften Personen auch eine Reduktion der Hospitalisationsrate und der Sterblichkeit nachgewiesen werden. In Anlehnung an internationale Empfehlungen empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit Personen mit einer Grunderkrankung wie beispielsweise einer Herzerkrankung sowie Personen ab 65 Jahren, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Verschiedene Studien deuten auf eine tiefe Durchimpfung der älteren Personen in der Schweiz hin. Mit der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 1997 bot sich die Möglichkeit, die Durchimpfung und mögliche Einflussfaktoren in einer grossen, gesamtschweizerischen Stichprobe zu untersuchen. Sie ist die Datenquelle der folgenden Analysen. Methoden: In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 1997 wurden 13'000 Personen über 15 Jahren befragt, welche in Privathaushalten wohnten und mindestens eine Landessprache sprachen. In der vorliegenden Arbeit wurde der Zusammenhang zwischen der Durchführung der Grippeimpfung einerseits und verschiedenen soziodemographischen Faktoren, dem selbstberichteten Gesundheitszustand und dem Wissen zur Grippeimpfung und zur Grippe andererseits in der Gruppe der mindestens 65-jährigen Befragten untersucht. Es wurden univariable sowie multivariable logistische Regressionen durchgeführt. Ergebnisse: 35% der mindestens 65-jährigen Befragten gaben an, im Jahr vor der Befragung gegen Grippe geimpft worden zu sein, 47% gaben an, schon einmal gegen die Grippe geimpft worden zu sein. In den multivariablen Modellen zeigte sich eine höhere Durchimpfung bei den 75-jährigen und älteren im Vergleich zu den 65- bis 74- jährigen, bei Befragten aus der französischen Schweiz im Vergleich zum deutschsprachigen Teil, bei Personen mit vergleichsweise besserem Wissen im Vergleich zu Personen mit weniger Wissen zur Grippe und Grippeimpfung sowie bei Personen mit einem vergleichsweise schlechten Gesundheitszustand im Vergleich zu Personen mit besserem Gesundheitszustand. Schlussfolgerungen: Die Analysen der Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 1997 bestätigen die in anderen Studien festgestellte (zum Zeitpunkt der Befragung) tiefe Durchimpfung der älteren Bevölkerung gegen die Grippe. Die höhere Durchimpfung in der französischen Schweiz sowie bei Personen mit vergleichsweise hohem Wissen lassen hoffen, dass die Durchimpfung mit Hilfe von Informationskampagnen gesteigert werden kann. [Quelle: http://www.public-health-edu.ch/new/Abstracts/HMK_13.09.06.pdf?PHPSESSID=461d3df2307d2b84cd36d89f50269535 ]