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Patientenverfügung und Zwangsernährung [article]

by Bridler, René.
Material type: materialTypeLabelArticleSAPHIR theme(s): Droit de la santé | Éthique | Nutrition - Comportements alimentaires | Santé en milieu carcéralMeSH subject(s): Enteral Nutrition | Ethics, Medical | Fasting | Personal Autonomy | Physician's Role | Prisoners | Treatment Refusal | Advance Directives | Switzerland | CommentOnline resources: Date de consultation : 25.05.2011 Summary: Der Hungerstreik des zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilten Hanfbauern B. Rappaz und der in dieser Sache ergangene Bundesgerichtsentscheid haben in der Schweizerischen Ärztezeitung (SÄZ) zu einer lebhaften Diskussion um die Anwendung von medizinischen Zwangsbehandlungen bei Personen im Strafvollzug geführt. Kritisiert wurde der Entscheid des Bundesgerichtes, trotz vorhandener Patientenverfügung und fehlender gesetzlicher Grundlage mittels Rückgriff auf die sog. Polizeigeneralklausel eine Zwangsernährung als verhältnismässigen Eingriff zu befürworten, um eine Fortdauer der Haft zu gewährleisten. In der SÄZ 8/2011 äusserten sich zwei Juristen der Universität Bern zur umrissenen Thematik. Ihre provokanten Aussagen fordern zu einer Entgegnung heraus wobei das Schwergewicht auf die Bedeutung von Patientenverfügungen gelegt wird. [Autor]
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Un résumé de l'article existe en français: Directives anticipées et alimentation forcée. - Bulletin des médecins suisses = Schweizerische Ärztezeitung, 2011, Vol. 92, no 19, p. 714

Der Hungerstreik des zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilten Hanfbauern B. Rappaz und der in dieser Sache ergangene Bundesgerichtsentscheid haben in der Schweizerischen Ärztezeitung (SÄZ) zu einer lebhaften Diskussion um die Anwendung von medizinischen Zwangsbehandlungen bei Personen im Strafvollzug geführt. Kritisiert wurde der Entscheid des Bundesgerichtes, trotz vorhandener Patientenverfügung und fehlender gesetzlicher Grundlage mittels Rückgriff auf die sog. Polizeigeneralklausel eine Zwangsernährung als verhältnismässigen Eingriff zu befürworten, um eine Fortdauer der Haft zu gewährleisten. In der SÄZ 8/2011 äusserten sich zwei Juristen der Universität Bern zur umrissenen Thematik. Ihre provokanten Aussagen fordern zu einer Entgegnung heraus wobei das Schwergewicht auf die Bedeutung von Patientenverfügungen gelegt wird. [Autor]